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Tag   Häfen  Ankunft um   Abfahrt um  
05.11.2012   Venedig / Italien     17.00 Uhr 
06.11.2012  Bari / Italien  12.30 Uhr   18.30 Uhr  
07.11.2012   Katakolon / Olympia / Griechenland  12.00 Uhr   18:00 Uhr  
08.11.2012   Santorin / Griechenland  08:00 Uhr   18.00 Uhr  
09.11.2012   Rhodos / Griechenland  08.00 Uhr   18.00 Uhr 
10.11.2012   Erholung auf See  --  -- 
11.11.2012   Dubrovnik / Kroatien  08:00 Uhr  13:00 Uhr  
12.11.2012   Venedig / Italien   09:00 Uhr    

Die einzelnen Stationen dieser Kreuzfahrt


Venedig (Italien) - 17:00

Venedig, die Stadt der Kunst, der Melancholie und des Prunks: dieses architektonisch außergewöhnliche Szenario wird von einem Archipel getragen, das von einem Netz von Kanälen getrennt und durch etwa 400 Brücken verbunden ist. Einst waren diese aus Holz, im Laufe der Zeit wurden sie durch Steinbrücken ersetzt.
Der größte Kanal, die Hauptverkehrsader der Stadt, ist der berühmte Canal Grande: er wird von drei großen Brücken überquert, und erscheint von oben gesehen wie ein riesiges, seitenverkehrtes "S". Er trennt die Stadt in zwei ungleiche Teile, die ihrerseits in sechs Stadtviertel unterteilt sind. Am linken Ufer liegen Cannaregio, San Marco und Castello, am rechten Ufer Santa Croce, San Polo und Dorsoduro. Der Verkehr zu Wasser mit Gondeln, Barken, Motor- und Fährbooten, die als Taxis und Transportmittel für Menschen und Waren dienen, überwiegt zweifellos.
Das Transportsystem zu Land besitzt nur wenige breite Straßen, dafür aber zahlreiche finstere und enge Gassen. Sie ziehen sich zwischen Kanälen, Flüsschen, Kirchplätzen, Glockentürmen und Uferstraßen dahin und sind fast nie für den Auto- oder Motorradverkehr zugelassen.
Die Einzigartigkeit dieses Ambiente erklärt sich mit der Sicherheit, die diese Lage gegen die feindlichen Angriffe vom Meer her bot: in der Tat wurde Venedig von einigen Flüchtlingsgruppen aus Spina, Adria und Aquileia gegründet, die durch den Hunneneinfall im 5. Jh. n.Chr. vertrieben worden waren. Die Stadt wurde erst von "Seegerichten" und dann von dem Dogen unter dem Schutz des byzantinischen Reiches verwaltet.
Im 9. Jh. entstand ein großer Handelshafen, der die Märkte des Morgen- und Abendlandes durch das adriatische Meer miteinander verband. Doch die kommerzielle Vorherrschaft verwandelt sich recht bald auch in militärische Vorrangstellung. In nur wenigen Jahren gelang es der Stadt alle östlichen Küsten des adriatischen Meeres zu beherrschen. Sie drang bis in den Orient vor, kolonialisierte Gebiete, eroberte wichtige Märkte und kämpfte gegen Genua und die anderen Seerepubliken, um sich eine unangefochtene Position zu sichern.
Zuerst wurde Venedig von den Türken aus den kolonialisierten Gebieten verdrängt, dann fingen die Einflüsse der Französischen Revolution zu gären an. Kurz gesagt, diese perfekte Adelsregierung, in der sich Militär und Handel einander die Karten zuspielten, fing zu bröckeln an. 1797 wurde das nunmehr geschwächte Venedigim Vertrag von Campoformio Österreich zugesprochen und fiel erst danach wieder an Italien.
Der Canal Grande bietet besonders während einer Bootsrundfahrt eine schnelle Übersicht über die schönsten Paläste Venedigs: von der Accademia zur Cà d'Oro, vom Casino zum Palazzo della Biennale, von der Universität über die Chiesa della Salute zur Rialtobrücke. Der Kanal öffnet sich am Markusplatz in einer breiten Flußwindung. Der Platz, Herz und Wahrzeichen Venedigs, ist ein architektonisches Juwel, einer der schönsten Plätze Italiens, ein Wunder aus Trachyt und Steinen aus Istrien. Hier fanden einst die religiösen und zivilen Feierlichkeiten und der magische Karneval statt. Der Markusplatz wird an einem Ende von der Markuskirche und dem Uhrturm begrenzt.
Die Cafés und Geschäfte, die den Platz umrunden, sind ein lebendiger Treffpunkt der Stadt. Von ganz besonderem Interesse ist die Bearbeitung des auf der Insel Murano hergestellten Glases. Zahlreiche Meisterbetriebe des Gewerbes produzieren geblasenes Glas und kunstvolle Glasobjekte. Besonders schwierig ist die Herstellung der sogenannten "Murrine". Es handelt sich um kunstvolle Glasdekorationen, bei deren Herstellung farbiges Glas geblasen und im Inneren von transparenten Glaskugeln geschnitten wird. Der Prozess verlangt große Handfertigkeit und außergewöhnliche Präzision. Von großem Interesse sind auch die venezianischen Spitzen.
Die venezianischen Spiegel werden noch heute mit antiken Techniken gefertigt. Ein dünnes Silberblatt wird auf einer Glasplatte angebracht. Die Spiegelrahmen bestehen aus üppigen, plastischen Glasprofilen. Noch heute werden Spiegel in zahlreichen Handwerksbetrieben hergestellt.

Bari (Italien) 12:30 - 18:30
Bari, die zweitgrößte Metropole Süditaliens, ist als großes Agrar-, Industrie-, vor allen Dingen aber als Handelszentrum bekannt. Die Stadt verfügt über einen effizienten Hafen, der als Knotenpunkt für den naheliegenden Orient dient. Baris Ursprung ist eng mit dem Meer und der Seefahrt verbunden.
Im Mittelalter entstand in dieser Gegend, mit direktem Blick auf die Küste, ein geordnetes Viertel, das wegen seiner schachbrettartig angelegten Straßen auf einem römischen Reißbrett entstanden und dann von den Byzantinern weiterentwickelt worden zu sein scheint.
Die Altstadt birgt zahlreiche Zeugnisse der Zivilisationen, die sich in der geschichtlichen Führung Baris abwechselten: die Römer machten aus der Stadt einen blühenden Hafen, groß genug für die zahlreichen Schiffe, die große Mengen von aus dem Landesinneren stammenden Wein und Weizen transportierten; die Byzantiner bauten die Position Baris als Handelsstadt aus, bis zur Ankunft der Normannen, die Bari auch in architektonischer Hinsicht veränderten, indem sie Kirchen, Portale und Palazzi errichteten: in dieser Zeit entstanden die wichtigsten Monumente der Stadt, allen voran die San Nicola-Basilika und die Kathedrale. Unter der Herrschaft der Staufer (Friedrich II.) wurde die Burg restauriert und dann im 16. Jh. befestigt und verschönert, um den Herzoginnen Isabella von Aragonien und Bona Sforza als Wohnstatt zu dienen.
Die mächtige und eindrucksvolle Burg unterteilt sich klar in zwei Teile: die eigentliche Burg, auch Mastio genannt, byzantinischen und normannischen Ursprungs, wurde 1233-1240 von Friedrich II. in einen Bau mit trapezförmigem Grundriss mit zwei der ursprünglichen vier Türmen umgeändert; und die Schutzwälle mit den schräg zum Burggraben hin abfallenden Ecktürmen, die im 16. Jh. auf den drei landwärts gelegenen Seiten der Burg hinzugefügt wurden. Die meerwärts gelegene Seite bewahrt noch heute das spitzbogige Portal und die schönen Biforen aus dem 13. Jh. Unter der Herrschaft von Gioacchino Murat (1813) begann die moderne Erweiterung der Stadt, die nach einem präzisen, schachbrettartigen Plan mit geradlinigen Straßen angelegt wurde. Hier befinden sich das Museo Archeologico und die Pinacoteca Provinciale.
Typisch ist auch die Küche Baris, die sich zahlreicher ausgezeichneter Fischgerichte rühmen kann, wie Zahnbrasse mit Oliven, Goldbrasse à la San Nicola, die Alici Arracanate oder Polipetti in Casseruola. Zu den Süßspeisen gehören die Cartellate, Taralli und die Paste Reali. Beliebte Weine der Provinz Bari sind der Primitivo, der Castel del Monte und der Moscato di Trani.
Die zwei wichtigsten Kirchen der Stadt sind die San Nicola-Basilika und die Kathedrale, die in der ersten Hälfte des 11. Jh. errichtet und in den letzten Jahrzehnten des 12. Jh., nach der Zerstörung der Stadt durch Guglielmo il Malo im Jahre 1156, rekonstruiert wurde. Sie stellen zusammen mit dem Hohenstauferschloss die wichtigsten baulichen Monumente von ganz Apulien dar.
Besonders faszinierend ist die Geschichte der San Nicola-Basilika. Sie wurde zwischen 1087 und 1197 errichtet, um den Körper des Heiligen Nikolaus aufzubewahren, den 62 Seeleute 1087 aus Myra in Lykien entwendet hatten. Sie wird als ein Vorbild der romanisch-apulischen Kirchen angesehen. Ihre majestätische und doch einfache Fassade wird durch zwei gestutzte Glockentürme flankiert, von Lesenen dreigeteilt, im oberen Teil von Biforen und im unteren von drei Portalen geöffnet. Das mittlere der Portale, ein auf Säulen gestützter Baldachin, ist mit reichhaltigen Steinhauarbeiten gestaltet. Mit dieser Kirche fühlt sich die Bevölkerung Baris mit Sicherheit am engsten verbunden.

Olympia (Griechenland) 12:00 - 18:00
Es handelt sich um einen kleinen und erst in der zweiten Hälfte des 19. Jh. gegründeten Hafen. Er ist unvermeidlich und eng mit dem sagenhaften Olympia, ganz in der Nähe gelegen, verbunden: die Annalen erzählen detailgetreu von seiner Entstehung und Geschichte.
Ihnen zufolge soll Olympia ein Hirtendorf gewesen sein, das vom Obergott im Olymp höchstpersönlich auserwählt wurde, um den eigenen Götterkult unter den Griechen zu verbreiten. Olympia ist zusammen mit dem Apoll und Athen gewidmeten Delphi eine der bedeutendsten mythologischen Kultstätten des alten Griechenlands: hier entstanden die Olympischen Spiele.
Nach hellenistischer Legende wurden sie zu Ehren des Pelopos, einer Figur der griechischen Mythologie, die auch dem Peloponnese den Namen gab, eingeführt. Diese Version der Entstehung der Olympischen Spiele wurde auch von dem berühmten Dichter Pindar bestätigt.
Am Anfang fanden die Spiele nur einen Tag lang statt und wurden oft von religiösen Zeremonien unterbrochen. Sie bestanden aus Wettrennen und dem militärischen Leben entliehenen Disziplinen, die alle mit großer Fairneß durchgeführt wurden. Dann dehnten sich die Spiele, die alle vier Jahre zur Sommersonnwende stattfanden, bis auf mehrere Wochen aus. Während ihres Verlaufs mussten alle kriegerischen Auseinandersetzungen unterbrochen werden, um das sportliche Ereignis zu ermöglichen.
Die Regeln der Olympiaden waren eisern: Frauen durften, mit Ausnahme der Priesterin Hera, unter Androhung der Todesstrafe nicht an den Spielen teilnehmen und die Athleten mussten alle Griechen sein. Die Sieger (damals gab es weder Sponsoren, noch Geldaufwendungen) erhielten als Preis den Ruhm, die Eintragung in eine goldene Tafel auf dem Siegesstein und eine Statue, die höchstens lebensgroß sein durfte. Nach 1200 Jahren ununterbrochener Olympiageschichte wurden die Spiele 393 n. Chr. von Theodosius I. ausgesetzt, um 1896 in Athen auf Initiative des französischen Barons Pierre de Coubertin wieder aufgenommen zu werden. Das ganze Leben Olympias findet innerhalb der heiligen Mauern des Pilgerorts statt. Hier befanden sich die Tempel und alle Kultstätten.
Olympia wurde 1776 entdeckt, doch die wichtigsten Ausgrabungsstätten sind erst in jüngster Vergangenheit entstanden: der Zeustempel zum Beispiel wurde vollständig von deutschen Archäologen ans Tageslicht gebracht. Sie waren sogar in der Lage, einen Teil der vorderen und seitlichen Säulen wiederherzustellen, indem sie Siegerstatuen der Olympiaden, Votivgaben und kleine Tempel zusammentrugen, die von in dieser Gegend recht häufig vorkommenden Erdbeben zerstört worden waren.
Der älteste Teil der Pilgerstätte war Hera geweiht. Er wurde, sofort nach dem Verbot des heidnischen Kults durch Theodosius, geplündert und sodann zerstört. Besonders eindrucksvoll ist das Stadion, in dem 45.000 Zuschauer Platz fanden. Hier wurden verschiedene Votivgaben wiedergefunden. Herausragendes Beispiel ist der Helm des Milziades, der Marathon nach dem athenischen Sieg gewidmet wurde. Noch heute sind im Inneren des Stadions die Start- und Ziellinien für die Wettrennen sichtbar. Alle Fundstücke werden heute im Museum aufbewahrt.

Santorin (Griechenland) 08:00 - 18:00
Callisti: der ursprüngliche Name bedeutet in Griechisch "die Schönste". In der Tat hebt sich Santorin durch eine besondere Faszination von den anderen Inseln der Kykladen ab. Ihr außergewöhnliches Erscheinungsbild macht sie zu etwas absolut Einzigartigem. Sie ist auch eine der meistbesuchten der zahlreichen Inseln dieses griechischen Archipels.
Nach geomorphologischen Untersuchungen muss Santorin Opfer eines ungeheuer gewaltsamen Vulkanausbruchs geworden sein: die Insel ist sozusagen der untere Teil eines Vulkans, der durch einen Ausbruch die beiden Inseln Aspronissi und Terrasia geschaffen hat, in denen sich Santorin fortsetzt, und der so die Küste und die Felsenregion modelliert hat. Santorin bietet an seiner 69 kilometer langen Küste eine eindrucksvolle Vielfalt von Landschaften.
Die Westküste wird durch schwindelerregende Felsen geprägt, die sich steil über dem kristallklaren Meer erheben. Die östliche Küste hingegen zeigt sanftere Formen und öffnet sich in einer fruchtbaren Ebene und einigen Einbuchtungen, von denen sich das Massiv des Profitis Ilias abhebt. Doch es ist nicht nur die Natur, die Urlauber aus aller Welt anlockt.
Santorin hat auch eine ereignisreiche Geschichte zu bieten. Kürzlich durchgeführte Ausgrabungen haben bestätigt, dass die Insel von den Phöniziern bewohnt wurde. Gleichzeitig hat man entdeckt, dass ihre Küsten schon lange vorher besiedelt waren. Den Untersuchungen zufolge muss der Vulkanausbruch um 1500 v.Chr. passiert sein. Ab jenem Moment hat das zweite Leben der Insel begonnen.
Santorin war auch wegen seiner militärischen und strategischen Lage stark umkämpft: zuerst kamen die Spartaner, nach ihnen die Athener und im Anschluss Byzantiner und Türken…. Ganz in der Nähe des rosafarbenen Strands von Akrotiri, einem der schönsten und einladensten der ganzen Insel, erheben sich die Ruinen von Thera. Die urgeschichtliche Stadt ist eine Art "Klein-Pompeij": hier lebte der größte Teil der Bevölkerung, als der Vulkan, der über der Insel thronte, ausbrach.
Die ersten Ausgrabungsarbeiten begannen 1967 unter Marinatos, wurden von Doumas weitergeführt und dauern noch heute an. Die Funde haben uns unter der Asche eine sehr reiche und dynamische Stadt entdecken lassen. Unter den Resten befinden sich Keramikarbeiten, Stein- und Bronzewerkzeuge, Schmuckstücke und kleine Kunstwerke. Zusammen mit den Fresken zeugen sie von einem hohen künstlerischen Niveau auf der Insel.
Einigen Historikern zufolge ist Thera nichts weniger als das sagenrafte Atlantis, das Land der höchst entwickelten Zivilisation, die durch ein Meerbeben ihren Untergang gefunden haben soll. Das Dorf Oia hingegen bietet einen Querschnitt vom traditionellen Leben in Santorin: die in einem lebendigem Gelb gestrichenen Häuser mit den kobaltblauen Kuppeldächern heben sich von den engen Marmorsträßchen ab. Hinter jedem Winkel versteckt sich ein unvergeßliches Fotomotiv: das Meer und die weiteren Inseln des Archipels mit ihren Vorgebirgen.

Rhodos (Griechenland) 08:00 - 18:00
Legenden und Mythen ranken sich um die Geschichte von Rhodos, eine der wichtigsten Inseln des Mittelmeers, die viertgrößte des griechischen Archipels und die bedeutendste hinsichtlich der Ausdehnung und Einwohner von Dodekanes. In der griechischen Mythologie war die Küste das Hochzeitsgeschenk des Gottes Helios an die Menschheit. Helios war in die Nymphe Roda verliebt, der er die Insel und deren Schönheit widmete.
Die Griechen hätten wohl kaum kreativer die unglaubliche Schönheit und Fülle der Natur dieser Insel interpretieren können, deren Strände und Küste im Schutz von drei Felsmassiven liegen und somit ein sehr mildes und stets winddurchflutetes Klima besitzen.
Die üppigen Wälder und eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit sorgen für die enorme Fruchtbarkeit besonders des Nordens der Insel. In Wirklichkeit gibt es auch eine weniger mythische Erklärung für die Bedeutung dieser Insel. Während der griechischen Antike stand sie Athen wegen ihrer strategisch wichtigen Lage in nichts nach. Aus dieser Zeit stammt auch die Errichtung ihres berühmten Machtsymbols, des Kolosses von Rhodos, einer 35 Meter hohen Bronzestatue, die auf einem Steinfundament von 10 Meter Höhe stand und sich an der Hafeneinfahrt befand.
In dieser Epoche lebten in Rhodos nicht weniger als 80.000 Menschen. Die Insel war berühmt für ihre Schule der Kunst, Philosophie und Rhetorik. Durch ein schreckliches Erdbeben verwüstet waren die Überreste des Kolosses für mehr als 1000 Jahre sich selbst überlassen, bevor sie von den Arabern aufgesammelt, eingeschmolzen und verkauft wurden.
Mit dieser Episode wurde auch das Ende der Blütezeit Rhodos eingeleitet, das einen dramatischen Schluß durch die Einfälle der Türken und Araber fand. Ab 1300 waren es die Malteser Kreuzritter, die für zwei Jahrhunderte die Insel besetzten und sehr viele Kunstwerke errichteten, deren Spuren noch heute sichtbar sind. Auf die Kreuzritter folgte eine lange, düstere türkische Herrschaft, die erst in jüngerer Vergangenheit von den Italienern abgelöst wurde, die hier bis kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs blieben und die wichtigsten Straßenverbindungen zwischen den Städten errichteten. Seit 1948 gehört Rhodos zu Griechenland.
Noch heute ist die Stadt zweigeteilt. Der Norden ist modern und ausgerichtet auf die neuen Touristenstrukturen. Im Süden hingegen sind die mittelalterlichen Ursprünge immer noch klar zu erkennen. Der mittelalterliche Stadtkern wird von einer vier Kilometer langen Stadtmauer umgeben. In ihrem Inneren befinden sich das Hospital der Kreuzritter, in dem heute das Archäologische Museum untergebracht ist und vor allem auf der Insel gefundene Exponate aus archaischer und hellenistischer Zeit aufbewahrt.
Ganz in der Nähe des Museums befindet sich die Residenz der sieben Sprachen und der Großen Meister. Sie ist eine Imitation der Papstresidenz in Avignon, die von den Türken zerstört und von den Italienern wiederaufgebaut wurde.
Lindos, etwa 50 Kilometer von Rhodos entfernt, ist der schönste Ort der Insel mit seinen engen Straßen und den weißen Häusern, von denen die meisten die Außenverzierungen bewahrt haben, die auf das 15. Jahrhundert zurückgehen. Die Stadt wird von der Akropolis beherrscht, die auf einem aufragenden Felsen errichtet wurde.
Hier befinden sich die Überreste des Sanktuariums und Tempels der Athene, des Tempels des Dionysos und der Arkaden der Propylen.

Dubrovnik (Kroatien) 08:00 - 13:00
Ein sehr eindrucksvoller Hafen an der dalmatinischen Küste, der zwischen Inseln, Buchten und malerischen Winkeln eine der schönsten Ansichten auf die adriatische Riviera beider Seiten bietet. Eine Stadt mit einer sehr abenteuerlichen Existenz, deren venezianische Wurzeln noch deutlich zu spüren sind. Diese, obwohl weit weg und vergangen, treten noch immer an jeder nächsten Ecke ans Tageslicht. Man denke nur an die Hauptstraße, welche die alte Stadt in zwei Teile teilt, in überraschender Weise jedem beliebigen antiken, italienischen Ort ähnlich, und die den venezianichen Namen "Stradun" trägt. Und auch unter den Nachnamen der Bevölkerung ist es nicht schwierig, etwas Italienisches zu finden, denn auch die Genuesen haben hier während ihres Handelsverkehrs deutliche Spuren hinterlassen.
Venedig ließ hier seinen starken Einfluß auch in geschichtlichen Angelegenheiten fühlen: an jedem Erfolg der "Serenissima" an der Adria war in entscheidender Weise auch dieser Teil der dalmatinischen Küste beteiligt. Mit der Krise der Seerepublik hingegen machte sich in dem adriatischen Gebiet das Vordringen des türkischen Reiches stark bemerkbar, das sich seinerseits den Palazzi und Gebäuden gegenüber sehr respektvoll erwies; in ihnen kann man noch heute den Einfluss der Stadt des San Marco erkennen. Sehr deutlich sind auch die religiösen Spuren: Kirchen und Klöster, die bedeutendsten Beispiele sind die franziskanischen und dominikanischen Abteien, die ein kulturelles und künstlerisches Erbe bilden, das die Dalmatier mit großer Sorgfalt bewahrt haben.
Sehr malerisch ist die hügelige Gegend, die sich hinter dieser Stadt erhebt. Mit viel Intelligenz und Investitionen widmet sie sich dem Fremdenverkehr, aber auch dem Handel, der Leichtindustrie und dem Schiffverkehr, Dinge, die Dubrovnik zu einer der aktivsten Häfenstädte des Mittelmeeres machen.